Die Gay Homeland Foundation ist eine internationale Organisation, die sich der Idee der Gründung eines selbstverwalteten Territoriums für das schwul-lesbische-Volk widmet. Die Organisation wurde im Jahr 2005 in Köln, Deutschland gegründet. Während Schwule und Lesben in einigen europäischen Staaten und Kanada frei von gesetzlicher Diskriminierung sind und die gleichen Rechte wie ihre heterosexuellen Mitbürger genießen, wird die Mehrheit unserer Leute immer noch mit Schikanen, Erniedrigungen und staatlich sanktionierter Diskriminierung konfrontiert. Die Rechte unserer Leute werden durch das Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen, berufliche Beschränkungen und soziale Unterdrückung verletzt. In vielen Staaten wird Homosexualität strafrechtlich verfolgt, und führt zu langen Gefängnisstrafen oder Todesstrafe. Sogar in Ländern, die früher als liberal und fortschrittlich galten (z.B. Vereinigte Staaten), muß nun ein Rückfall befürchtet werden. Große Fortschritte wurden durch die Anstrengungen von schwul-lesbischen Aktivisten-Gruppen wie ILGA erreicht, z.B. gleichgeschlechtliche Ehen oder eingetragene Partnerschaften in liberalen Ländern. Wir wissen die Bemühungen der zahlreichen lokalen und internationalen schwul-lesbischen Organisationen zu würdigen, und erkennen deren Erfolge sehr wohl an. Andererseits glauben wir aber auch, daß diese Vorgehensweise leider nicht ausreicht, um Angehörige unseres Volkes zu schützen, die in großen Teilen der Welt an schlimmster Unterdrückung leiden. Auch wenn in manchen Ländern das Leben der Heterosexuellen schwierig und voller Härte ist, so ist das Leben der Homosexuellen stets ungleich härter. Für viele gibt es denn auch nur einen Weg, um der Tyrannei zu entrinnen: in ein Land mit einer erträglichen Gesetzgebung zu fliehen. Keines der führenden liberalen Länder bietet indes ein Recht für freie Einwanderung für verfolgte Schwule und Lesben, und ein Einzelner vermag wohl kaum den Lauf der Geschichte zu verändern. Wenn wir also diese Umstände berücksichtigen, so sind wir der Meinung, daß ein großer Bedarf nach einem Ort besteht, an welchem Schwule und Lesben Zuflucht und Schutz finden können. Es muß diesen Zufluchtsort in naher und ferner Zukunft geben, damit unsere Leute sich aus homophoben Staaten dahin zurückziehen können. Dieses Konzept mag durchaus auch geschützte Ansiedlungen innerhalb bereits existierender Staaten einschließen, sowie die Erschaffung eines neuen Landes für das Homosexuellen-Volk. Um diesen Traum von unserem eigenen Land zu verwirklichen, sind lange und stetige Bemühungen notwendig, aber alle diese Anstrengungen sind es Wert. Eine zusätzliche Steigerung des Selbstbewußtseins der schwul-lesbischen Community kann erwartet werden, wenn Schwule und Lesben sich als ein "Volk" begreifen lernen, mit eigener kulturellen Identität und Traditionen, tatsächlich als eine wirkliche Nation. Unsere Organisation wird sich somit verstärkt der Förderung der kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Entwicklung der GLBT-Community widmen, mit dem Ziel, die gemeinsame Identität als Volk zu stärken und eine Steigerung des Ansehens und Schutzes seiner Angehörigen in der Welt zu erreichen.




